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Wien Mags Wissen

Plattform für Wissensmanagement im öffentlichen Sektor.
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Tool:
Community of Practice

Organisation:
Stadt Wien


Stadt Wien 2016
Zuletzt geändert am 18. 5. 2026 von Admin.

Mit der Initiative „Wien mag’s wissen“ hat die Stadt Wien eine umfassende Wissensmanagementstrategie etabliert. Das Praxisbeispiel zeigt, wie eine große öffentliche Verwaltung Wissen systematisch sichern, teilen und weiterentwickeln kann – und welche Erfolgsfaktoren dabei entscheidend sind. „Wien mag’s wissen“ zeigt exemplarisch, wie Wissensmanagement in einer großen öffentlichen Organisation erfolgreich umgesetzt werden kann. Entscheidend ist die Kombination aus strategischer Verankerung, praxisnahen Instrumenten und einer Organisationskultur, die den Wissensaustausch unterstützt.

  • Organisation: Stadt Wien
  • Initiative: Wien mag’s wissen
  • Bereich: Öffentliche Verwaltung / Wissensmanagement
  • Ziel: Systematische Sicherung, Nutzung und Weiterentwicklung von Wissen
  • Ansatz: Strategisch verankertes, praxisnahes Wissensmanagement mit partizipativer Umsetzung
  • Quelle: Horta (2016), Stadt Wien


Die Stadt Wien zählt zu den größten kommunalen Verwaltungen im deutschsprachigen Raum. Wissen entsteht in einer Vielzahl von Organisationseinheiten und ist häufig an Personen gebunden. Gleichzeitig führen demografische Entwicklungen und Personalwechsel zu einem erhöhten Risiko von Wissensverlust. Vor diesem Hintergrund wurde mit „Wien mag’s wissen“ eine Wissensmanagementstrategie entwickelt, die Wissen als zentrale Ressource der Verwaltung systematisch nutzbar macht. Die Initiative verfolgt das Ziel, Wissen langfristig zu sichern, organisationsweit verfügbar zu machen und den Austausch zwischen Mitarbeitenden zu fördern. Dabei wird Wissensmanagement nicht als isolierte Maßnahme verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Verwaltungsarbeit. Charakteristisch für den Ansatz ist die Verbindung von strategischer Steuerung und praktischer Umsetzung. Die Stadt Wien stellt ihren Organisationseinheiten einen Orientierungsrahmen zur Verfügung, der unter anderem Leitlinien, Selbstbewertungsinstrumente sowie eine Toolbox mit Methoden umfasst. Diese Instrumente ermöglichen es den einzelnen Dienststellen, Wissensmanagement bedarfsgerecht umzusetzen und an ihre spezifischen Anforderungen anzupassen.

(Horta, 2016)

Ein zentrales Element ist die Einbindung der Mitarbeitenden. Die Strategie wurde unter Beteiligung verschiedener Organisationseinheiten entwickelt und basiert auf dem Prinzip, vorhandenes Erfahrungswissen aktiv zu nutzen. Dadurch wird nicht nur die Qualität der Maßnahmen verbessert, sondern auch die Akzeptanz innerhalb der Organisation gestärkt. Im Arbeitsalltag kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz, darunter strukturierte Wissensdokumentation, der Austausch von Erfahrungen sowie Formate zur gemeinsamen Wissensentwicklung. Ziel ist es, sowohl explizites als auch implizites Wissen zugänglich zu machen und nachhaltig zu sichern. Besonders relevant sind dabei Prozesse zur Wissensweitergabe bei Personalwechsel, um kritisches Know-how langfristig zu erhalten. Die Erfahrungen der Stadt Wien zeigen, dass Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung dann wirksam ist, wenn es sowohl strukturell als auch kulturell verankert wird. Die Kombination aus klaren Rahmenbedingungen und flexibel einsetzbaren Instrumenten ermöglicht eine breite Anwendung in unterschiedlichen Organisationseinheiten. Zu den beobachtbaren Effekten zählen eine verbesserte Verfügbarkeit von Wissen, effizientere Arbeitsabläufe sowie eine stärkere Zusammenarbeit über organisatorische Grenzen hinweg. Gleichzeitig wird deutlich, dass Wissensmanagement ein kontinuierlicher Prozess ist. Die nachhaltige Nutzung der Instrumente sowie die aktive Beteiligung der Mitarbeitenden bleiben zentrale Herausforderungen. Eine laufende Weiterentwicklung der Maßnahmen ist daher notwendig, um den sich verändernden Anforderungen gerecht zu werden.

(Horta, 2016)


Schlagwörter:

Wissensmanagement, öffentliche Verwaltung, Stadt Wien, Wissensstrategie, organisationales Lernen, Wissenssicherung, Knowledge Sharing


Literatur:

Horta, A. (2016). Wien mag’s wissen – The knowledge management of the City of Vienna. Procedia Computer Science, 99, 180–189. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1877050916322608?via%3Dihub

Stadt Wien. (o. J.). Wien mag’s wissen – Wissensmanagement in der Stadt Wien. https://www.wien.gv.at/spezial/personalbericht/personalentwicklung/wissensmanagement-in-der-stadt-wien

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