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UK Department for Science, Innovation & Technology – Knowledge Asset Management Strategies

Plattform für Wissensmanagement im öffentlichen Sektor.
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UK Department for Science, Innovation & Technology 2023
Zuletzt geändert am 9. 5. 2026 von PUMAB27.

Um das Potenzial von Wissen im öffentlichen Sektor systematisch zu nutzen, hat das britische Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Technologie (DSIT) im Jahr 2023 einen Leitfaden zur Erstellung einer Knowledge Asset Management Strategy (KAMS) veröffentlicht. Diese Strategie dient öffentlichen Institutionen als Leitfaden, um ihre Wissenswerte (Knowledge Assets) effektiv zu verwalten, zu erfassen und für die Erreichung ihrer strategischen Ziele sowie für den öffentlichen Nutzen einzusetzen. Da es keine Universallösung gibt, kann die Strategie je nach Größe der Behörde ein einzelnes Dokument oder eine Sammlung miteinander verbundener Richtlinien sein.

Zentrale Säulen der britischen Praxis-Strategie

Das britische Beispiel zeigt auf, wie Wissensmanagement strukturiert in den behördlichen Alltag integriert werden kann. Der Fokus liegt dabei auf vier Kernbereichen:

1.     Klare Rollen und Verantwortlichkeiten

Damit Wissensmanagement nicht im Sande verläuft, fordert die britische KAMS die Ernennung spezifischer Verantwortlicher.

  • Senior Responsible Owner (SRO): Diese Person trägt die übergeordnete Rechenschaftspflicht für die Strategie und das Wissensmanagement in der Institution.
  • Knowledge Asset Officer: Dieser ist für die tagtägliche Umsetzung und operative Verwaltung der KAMS zuständig.
  • Gesamte Belegschaft: Jeder Mitarbeitende hat zumindest die grundlegende Pflicht, wertvolles Wissen zu identifizieren und aufzuzeichnen.

2.     Identifikation und Erfassung von Wissenswerten

Ein essenzieller Schritt in der Behördenpraxis ist das systematische Erfassen von Wissen, um den Überblick über bestehende intellektuelle Werte zu behalten. Dies geschieht laut Leitfaden idealerweise über ein zentral verwaltetes Register. Zudem wird Behörden empfohlen, Werkzeuge wie einen „IP Health Check“ (Überprüfung des geistigen Eigentums) durchzuführen, um das verborgene intellektuelle Kapital in den einzelnen Abteilungen aufzudecken.

3.     Schutz und Verwertung (Protect & Exploit)

Sobald wertvolles Wissen identifiziert wurde, muss über deren Verwertung und Schutz entschieden werden. Die Behörden müssen dafür klare interne Prozesse aufbauen, wie beispielsweise Entscheidungsbäume, um festzulegen, an wen sich Mitarbeiter wenden sollen, wenn sie auf wertvolles Wissen stoßen. Ebenso muss eine klare Richtlinie zum Umgang mit geistigem Eigentum (IP Policy) erarbeitet werden.

4.     Governance, Anreize und Evaluierung

Die Einbettung in die Hierarchie der Behörde erfordert eine angemessene Governance-Struktur, beispielsweise durch ein eigens geschaffenes KAMS-Komitee. Um die Kultur in der Belegschaft nachhaltig zu verändern, rückt die Strategie die Bedeutung von Anreizsystemen in den Vordergrund. Mitarbeitende sollen durch finanzielle oder nicht-finanzielle Belohnungen für effektives Wissensmanagement motiviert werden. Schlussendlich muss die Strategie durch regelmäßig evaluiert werden. Die Empfehlung lautet hier, alle drei bis fünf Jahre einen Gutachter hinzuzuziehen.


https://www.researchgate.net/publication/326024393_Knowledge_Transfer_of_Educational_Programs_in_Public_Management_Transfer-Inhibiting_and_Transfer-Enhancing_Factors_in_the_Belgian_Public_Sector

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