Knowledge4Policy
Tool:
Evidenzbasierte Politikgestaltung
Organisation:
EU Kommission
EU Kommission
Zuletzt geändert am 9. 5. 2026 von PUMAB27.
Die Plattform „Knowledge4Policy“ der European Commission stellt ein praxisnahes Beispiel für Wissensmanagement im öffentlichen Sektor dar. Ziel der Plattform ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse, Daten und Analysen aus unterschiedlichen Quellen zu bündeln und für politische Entscheidungsträger*innen in der EU zugänglich zu machen. Dadurch soll evidenzbasierte Politik gefördert und die Lücke zwischen Forschung und Verwaltung geschlossen werden. „Knowledge4Policy“ fungiert somit als zentraler Zugangspunkt zu relevantem Wissen und unterstützt die strukturierte Aufbereitung komplexer Inhalte für politische Prozesse.
Einführungsphase
Die Entwicklung der Plattform begann im Jahr 2018 durch das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission und wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass für politische Entscheidungsprozesse zwar eine Vielzahl an wissenschaftlichen Informationen vorhanden ist, diese jedoch oft fragmentiert, schwer zugänglich oder nicht ausreichend aufbereitet sind. Vor diesem Hintergrund wurde im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung eine zentrale Plattform geschaffen, die vorhandenes Wissen systematisch sammelt, strukturiert und bereitstellt. Ziel war es, bestehende Wissensressourcen effizienter nutzbar zu machen und gleichzeitig den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik zu verbessern.
Anwendung in der Praxis
In der praktischen Anwendung dient „Knowledge4Policy“ als digitale Wissensplattform, die verschiedene Themenbereiche in sogenannten „Knowledge Centres“ organisiert. Diese bündeln Informationen zu spezifischen Politikfeldern wie etwa Migration, Klimawandel oder Bioökonomie. Nutzer*innen – insbesondere politische Entscheidungsträger*innen und Verwaltungsmitarbeitende – können auf wissenschaftliche Studien, Daten und Analysen zugreifen und diese für ihre Arbeit nutzen. Die Plattform erleichtert damit nicht nur den Zugang zu Wissen, sondern auch dessen gezielte Nutzung im politischen Kontext. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, den Wissenstransfer zwischen Forschung und Politik zu verbessern und unterschiedliche Akteur*innen miteinander zu vernetzen. Durch die strukturierte Aufbereitung der Inhalte wird zudem sichergestellt, dass auch komplexe Informationen verständlich und praxisrelevant dargestellt werden.
Die Plattform ist dabei klar strukturiert aufgebaut. Zentrale Elemente sind thematische „Knowledge Centres“, in denen Inhalte zu spezifischen Politikfeldern gebündelt werden. Ergänzt wird dies durch Daten, Studien und Analysen, die übersichtlich aufbereitet und miteinander verknüpft sind. Dadurch wird ein schneller Zugriff auf relevantes Wissen ermöglicht und die Nutzung für politische Entscheidungsprozesse erleichtert.
Ausblick
Die Plattform wird laufend weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst. Zukünftig sollen insbesondere digitale Technologien und datenbasierte Ansätze eine noch stärkere Rolle spielen, um den Zugang zu Wissen weiter zu erleichtern und die Qualität der bereitgestellten Informationen zu erhöhen. Auch der Ausbau der thematischen Bereiche sowie die stärkere Vernetzung von Akteur*innen innerhalb der EU stehen im Fokus. Langfristig kann „Knowledge4Policy“ dazu beitragen, evidenzbasierte Entscheidungsprozesse weiter zu stärken und Wissensmanagement als festen Bestandteil moderner Verwaltung zu etablieren.
Quelle:
Inhalte basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Europäischen Kommission.
